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Schauspiel - Spielzeit 2010/2011

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Premieren


Im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin ist die Premierenwut ausgebrochen. Im Großen Haus und im E-Werk stehen in der Spielzeit gleich zehn Premieren an.

Den Beginn macht am 9. September das E-Werk, in dem es Hans Falladas "Kleiner Mann, was nun?" auf die Bühne bringt. Die rührende Liebesgeschichte des Angestellten Johannes Pinneberg von 1929 ist hinreißend naiv erzählt, doch zeichnet sie ein deutliches Bild der wirtschaftlichen Lage der Zeit. Den Protagonisten droht der soziale Abstieg. Ihnen bleibt nur ihre Liebe und die Hoffnung auf bessere Zeiten.

Die zweite Premiere, "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller, findet einen Tag später am 10. September im Großen Haus statt. Zentrale Frage: Kann die Liebe stärker sein als Berechnung und Intrigen? Ferdinand und Luise finden es heraus.

Eine deutsche Erstaufführung ist die am 28. Oktober folgende Doppelpremiere im E-Werk: "Terrorismus/Tötet den Schiedsrichter" von Oleg und Wladimir Presnjakow. "Tötet den Schiedsrichter" war das Romandebüt der Brüder mit gnadenlos schwarzem Humor. Der Doppelabend variiert das Thema des Terrors, der im Alltäglichen lauert, in einer Kombination aus Krimi, Trash und makabrem Tiefsinn.

Um das schwierige Thema Essstörungen bei Frau dreht sich die Premiere von "Fressen Lieben Kotzen" am 5. November, ebenfalls im E-Werk. Das Theaterstück von Cornelia Gellrich zeigt eindrucksvoll und ohne Sentimentalitäten das absurde Empfinden und Leiden bei Bulimie.

Märchenhaft wird es im November und Dezember. Peter Dehler inszeniert im Großen Haus "Der Froschkönig" nach den Brüdern Grimm, Premiere am 28. November, und "Alice im Wunderland" nach Lewis Carroll, Premiere am 31. Dezember.

Im März 2011 stehen zwei Premieren an: Einmal das Stück "Eine Familie" (im Original: "August: Osage County") von Tracy Letts in der Übersetzung von Anna Opel. Tracy Letts wird übrigens als Bühnenpendant von Stephen King und Quentin Tarantino gehandelt. Ihr Familienepos handelt von den Dämonen der westlichen Gesellschaft: Gewalt, Sex und Drogenexzesse, aber auch enttäuschte Liebe und Lebenslügen. (Großes Haus, Premiere: 4. März 2011)
Die andere Premiere ist der "Prinz Friedrich von Homburg" von Heinrich Kleist. Es ist das letzte Stück, das Kleist schrieb, bevor er 1811 Selbstmord beging. Zentrales Thema ist das Verhältnis von individueller Freiheit und den Notwendigkeiten für das Funktionieren einer Gesellschaft. (E-Werk, Premiere: 10. März 2011)

Auch der Mai kann mit zwei Premieren in der Sparte Schauspiel aufwarten:
Im E-Werk wird am 13. Mai "Frühlings Erwachen" von Frank Wedekind aufgeführt. Die Tragödie über das Erwachsenwerden, sexuelle Frühreife und Scham gehört zu den wichtigsten Theatertexten der Moderne. Ein Lustspiel von Carlo Goldoni beschließt den Reigen der Premieren in der Spielzeit 2010/2011. "Der Diener zweier Herren" hat am 20. Mai Premiere im Großen Haus. Wie es der Titel schon andeutet, geht es in dem Stück um den Spagat, es gleich zwei Arbeitgebern recht machen zu wollen. Oder kurz: Slapstick, Ironie, Liebe, Enttäuschung, Tür auf und zu, Romantik, Katastrophe, Rettung, glückliches Finale - und alles in doppeltem Tempo!

Nicht vergessen sollte man die kleinste Spielstätte des Staatstheaters – das werk3. In der ehemaligen Kneipe im Domwinkel kommt ein Programm von Comedy und Chanson über Trash und Improvisation bis Varieté und Literatur zum Zuge. Die Produktionen sind oft "Just-in-Time" oder auch mal "Just-ohne-Time" – auf Überraschung darf man also gespannt sein.

Volkstheater Rostock

Premieren


Auch das Volkstheater Rostock geizt nicht mit Premieren in der neuen Spielzeit. Zwölf verteilen sich auf die Bühnen im Großen Haus, dem Theater im Stadthafen, dem Ateliertheater und der Kleinen Komödie Warnemünde.

Im September geht es los mit einer Uraufführung – "Münchhausen" von Erich Kästner. Das Theaterstück basiert auf der gleichnamigen UFA-Verfilmung. Am 18. September im Großen Haus findet ein großes Fest der Familie Münchhausen statt und der Baron erzählt von den fantastischen Abenteuern seines Vorfahren, der zum Beispiel auf einer Kanonenkugel geritten haben soll.
Ebenfalls ab Ende September unterwegs ist das Theater mobil. "Das ist Esther" heißt das Klassenzimmerstück ab 14 Jahren von Christiane Richers. Die Handlung dreht sich um Mary Ann, die ihre Großmutter Esther vor einer Schulklasse vertreten muss. Und so erzählt sie stellvertretend, wie die 1924 geborene Jüdin Esther in Deutschland aufwuchs, wie sie ihrer großen Liebe ins Konzentrationslager Auschwitz folgte, den Holocaust überlebte und nach Amerika auswanderte.

Das Theater im Stadthafen zeigt ab dem 8. Oktober "Die fetten Jahre sind vorbei" nach dem gleichnamigen Film von Hans Weingartner. Es dreht sich in dem Stück um Jan und Peter. Sie führen ein besonderen Kampf gegen das Establishment: Sie steigen in Luxusvillen ein, bringen dort alles durcheinander und hinterlassen die Botschaft "Die fetten Jahre sind vorbei". Als eine Freundin eingeweiht wird, spitzt sich die Lage zu.

Eine weitere Uraufführung erwartet die Theaterbesucher am 19. November. Im Theater im Stadthafen wird "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm in der Fassung von Kay Wuschek aufgeführt. Es ist eine Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin.

Ab dem 26. November stimmt das Volkstheater auf die Weihnachtszeit ein. Im Großen Haus wird "Die Weihnachtsgans Auguste" von Peter Ensikat gezeigt. Das Weihnachtsmärchen nach Friedirch Wolf eignet sich für Kinder ab fünf Jahren. Große und kleine Zuschauer erfahren, ob die Geschwister Isolde und Lohengrin ihre Weihnachtsgans vor dem Verzehr retten können.

"Die chinesische Nachtigall oder Die Macht der Musik" steht am dem 2. Dezember auf dem Plan des Ateliertheaters. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen und ist geeignet für Kinder ab vier Jahren. Der Kaiser von China besitzt fast alles, nur eine Nachtigall fehlt ihm noch. Darum lässt er sich eine in den Palast bringen.

"Amphytrion", die Komödie von Moliére, ist die letzte Premiere im Jahr 2010 des Volkstheaters Rostock. Ab dem 30. Dezember wird der Dreiakter im Theater im Stadthafen aufgeführt. Gott Jupiter sucht ein Liebesabenteuer und tritt in der Gestalt des Feldherrn Amphytrion auf, um dessen Ehefrau Alkmene zu verführen. Ein Spiel um Schein und Sein beginnt.

Ins Theater zu gehen ist ein ganz besonderes Erlebnis und die meisten erinnern sich an ihren ersten Theaterbesuch ein Leben lang. Doch mit welchem Alter lohnt es sich schon ins Theater zu gehen? Das Volkstheater bietet bereits "Theater für die Allerkleinsten" für Kinder ab zwei Jahren. In der Aufführung im Ateliertheater wird ab dem 24. Februar 2011 besonders auf die Bedürfnisse der Zwei- und Dreijährigen geachtet.

Einen Tag später, am 25. Februar, hat "Räuber’n" im Theater im Stadthafen Premiere. Es handelt sich um eine Koproduktion mit der Rostocker Hochschule für Musik und Theater, die frei nach Friedrich Schiller die Geschichte zweier ungleicher Brüder. Der eine probt den Aufstand gegen den Vater und die bürgerliche Gesellschaft und wird Räuberhauptmann und der andere verschafft sich durch Lügen und Intrigen die Macht im väterlichen Schloss erlangt.

In der Kleinen Komödie Warnemünde wird am 4. März "Gut gegen Nordwind" gezeigt. Daniel Glattauer und Ulrike Zemme erzählen eine Liebegeschichte aus dem Computerzeitalter.

Am 26. März wird im Großen Haus die Geschichte von "Effi Briest" erzählt. Der Roman von Theodor Fontane wurde von Matthias Brenner in einer Bühnenfassung adaptiert. Effi Briest liebt das Leben und hasst die Langeweile. Daher stürzt sie sich in eine Affäre mit dem Freund ihres Mannes. Als dieser dahinter kommt, muss sie sich den Konsequenzen stellen.

Was haben Äpfel pflücken und Resozialisierung von straffällig gewordenen Mitmenschen miteinander zu tun? In der Gedankenwelt des Pfarrers Ivan so einiges. Am 6. Mai wird im Theater im Stadthafen "Adams Äpfel" von Anders Thomas Jensen gezeigt und das Barmherzigkeit auch mit Besessenheit gepaart sein kann.

Theater Vorpommern

Premieren


Das Theater Vorpommern hat drei Standorte. In Greifswald, Stralsund und Putbus gibt es Aufführungen in verschiedenen Spielstätten, in Greifswald etwas das Gosse Haus oder der Rubenowsaal, d.h. Premieren finden hier oft gleich dreimal statt.

Die erste Premiere findet am 24. September in Greifswald im Rubenowsaal statt. "Fisch zu viert" heißt die tiefschwarze Kriminalkomödie von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer rund um Erpressung und Geheimnissen. Die Schwestern Heckendorf werden von ihrem langjährigen Diener Rudolf erpresst, der ihnen mehr als nur einen Gefallen erwiesen hat. Doch so einfach lassen sie sich nicht erpressen und legen eine ungeahnte kriminelle Energie an den Tag. (Auch ab 26. September in Putbus und 13. Oktober in Stralsund im Gustav-Adolf-Saal))

Antigone versucht ihrem gefallenen Bruder Polyneikes ein ehrvolles Begräbnis zu verschaffen und verstößt dabei gegen den Befehl des Königs Kreon. Dadurch riskiert sie auch ihr Leben. Die Tragödie "Antigone" von Sophokles, bereits um 442 v. Chr. uraufgeführt, beschreibt auch heute noch die Widersprüche zwischen Individuum und Staatsmacht. (Premieren am 2. Oktober in Greifswald (Großes Haus), am 30. Oktober in Stralsund (Großes Haus) und am 19. November in Putbus))

Im November erwartet Gäste ein Theater-Kunst-Projekt nach Andrej Tarkowsi namens "Stalker". Der gleichnamige Protagonist führt zwei Touristen in ein gefährliches Land, das von rätselhaften Erscheinungen heimgesucht wird und dem, der sich darauf einlässt, die Erleuchtung bringt. Kooperierende in dem Projekt sind das Studierenden-Theater StuThe e.V. Greifswald sowie das Caspar-David-Friedrich-Institut. (Premieren am 18. November in Greifswald (Rubenowsaal) und 2. Dezember in Stralsund (Gustav-Adolf-Saal))

Worum geht es in der nächsten Premiere? Mit dem Titel "Der nackte Wahnsinn" verspricht die Komödie von Michael Frayn einen Blick hinter die Kulissen einer Premiere: Vergessene Texte, verpasste Auftritte, klemmende Kulissentüren und Schauspieler, die nur mit sich beschäftigt sind. (Premieren am 27. November in Greifswald (Großes Haus) und 15. Januar 2011 in Stralsund (Großes Haus))

Am 2. Dezember wird in Greifswald das Märchen "Der Zwerg Nase" von Wilhelm Hauf. Die Geschichte um den verwunschenen Jakob, der sich als Koch und im Leben beweisen muss, bevor er wieder seine alte Gestalt zurück bekommt, eignet sich für Kinder ab fünf Jahren.

"Der kleine Rabe Socke" lädt mit seinen Abenteuern besonders Kinder ins Theater. Das Puppentheater von Birgit Schuster nach den Büchern von Annet Rudolph und Nele Moost wird am 24. Februar 2011 in Stralsund im Gustav-Adolph-Saal Premiere haben. (Auch am 17. März in Greifswald (Rubenowsaal) und 20. März in Putbus))

Gestrandete und Gescheiterte aller Gesellschaftsschichten finden in der Welt des Nachtasyls zusammen. Das Drama "Nachtasyl" von Maxim Gorki erzählt von der Tristesse eines ausweglosen Alltags und wie ihn die einzelnen Persönlichkeiten ertragen. (Premieren am 26. Februar in Greifswald (Großes Haus), 6. März in Putbus und 21. Mai in Stralsund (Großes Haus))

Als letzte Premiere im Bereich Schauspiel steht das Lustspiel "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist auf dem Programm. Der zerbrochene Krug ist dabei Gegenstand eines Gerichtsverfahrens, in dem der Knecht Ruprecht beschuldigt wird, aber alle Beteiligten am Ende Farbe bekennen müssen. (Premieren am 16. April in Stralsund (Großes Haus), 30. April in Greifswald (Großes Haus) und 22. Mai in Putbus))

Landestheater Neustrelitz / Schauspielhaus Neubrandenburg

Premieren


Das Motto des Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz ist in der Spielzeit 2010 / 2011 "Theater Gut Achten". Zur Begutachtung stehen nicht nur zahlreiche Wiederaufnahmen aus dem letzten Jahr, auch sieben Premieren verdienen ein besonderes Augenmerk.

Bereits am 25. September zeigt das Große Haus des Landestheater Neustrelitz seine erste Premiere. "Fisch zu viert" heißt die tiefschwarze Kriminalkomödie von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer. Die Komödie wird auch im Theater Vorpommern inszeniert.

Am 9. Oktober zeigt das Schauspielhaus Neubrandenburg "Kabale und Liebe" – ein bürgerliches Trauspiel von Friedrich Schiller. Die Hauptfiguren Ferdinand und Luise müssen ihre Liebe gegen Intrigen beweisen. Regie führt Christoph Schroth, der in Neustrelitz und Neubrandenburg bereits Kleists Dramen "Käthchen von Heilbronn" und "Amphitryon" überaus erfolgreich auf die Bühnen brachte. Das Theaterstück wird auch in Schwerin inszeniert.

Eine deutsche Erstaufführung steht am 4. Dezember auf dem Marstall am Landestheater Neustrelitz auf dem Programm: "Jedem das Seine". Das Volksstück von Silke Hassler und Peter Turrini pendelt zwischen Komik und Grauen. Es ist Ende April 1945. In einer Scheune in der österreichischen Provinz ist eine Gruppe jüdischer Häftlinge eingesperrt. Als Tausch für Nahrung schlägt einer der ungarischen Häftlinge vor, die Operette "Wiener Blut" einzustudieren und aufzuführen. Das Stück erzählt den komischen, lächerlichen, berührenden Versuch, mit der Idee der Kunst zu überleben und beschäftigt sich mit den Tragödien der letzten Kriegstage 1945 im Schatten des Holocausts.

Die Zuschauer müssen bei der "Komödie im Dunkeln" am 12. Februar 2011 im Landestheater Neustrelitz nicht im Dunkeln tappen. Autor Peter Schaffer dreht die Lichtverhältnisse einfach um: Im hellen Licht erleben sie, was sich im Dunkeln ereignet. Der junge Bildhauer Brindsley Miller gibt sich als wohlhabend aus, indem er einfach die Möbel seines verreisten, reichen Nachbarn in seine Wohnung stellt und eine Party gibt. Als der Strom ausfällt und Nachbar Harold sich plötzlich zu den Gästen gesellt, ist das Chaos perfekt.

Ab dem 19. Februar wird im Schauspielhaus "Der Widerspenstigen Zähmung" von William Shakespeare gezeigt. Lucentio verliebt sich in Bianca, eine Tochter von Baptista. Diese darf aber erst heiraten, wenn auch ihre ältere Schwester verheiratet ist. Da Katharina aber ein widerspenstiger Geist ist, gestaltet es sich für Lucentio nicht so einfach einen passenden Ehemann für sie zu finden.

Ein besonderer Höhepunkt findet am 5. März im Landestheater statt. Dann wird zum "5. Neustrelitzer Theater- und Opernball" geladen.

Ebenfalls im Landestheater Neustrelitz wird am 16. April "Ein Volksfeind" von Henrik Ibsen Premiere feiern. Im Kurort an der Küste im südlichen Norwegen kommt es zum Eklat, als ein Gutachten ergibt, dass das Wasser durch Chemikalien und Bakterien verunreinigt und damit schädlich für die Gäste ist. Doch so richtig will niemand die Wahrheit hören. Stattdessen wird deren Verkünder zum Volksfeind erklärt.

Auf den Festspielen im Schlossgarten wird es 2011 rund um die Welt gehen, genauer gesagt "In 80 Tagen um die Welt". Das Schauspiel mit Musik nach dem Roman von Jules Verne wird am 7. Juni im Zirkuszelt auf dem Hirschplatz Neustrelitz zu sehen sein.

Mecklenburgisches Landestheater Parchim


Im Mecklenburgischen Landestheater Parchim bringt die neue Spielzeit ein abwechslungsreiches Programm. Neben Wiederaufnahmen erfolgreicher Stücke des letzten Jahres und Gastspielen werden im Hause auch Premieren das Publikum verzaubern.

Am 10. September geht es los mit "Ich will AUCH Spaß!" von Katja Mickan. Warum es geht? Das Wohnzimmer der Familie Lehmann verwandelt sich kurz nach dem Mauerfall in ein Fernsehstudio. Doch wie stellt man ein abwechslungsreiches Programm für seine Mitbürger auf die Beine?

Mit "Beautiful Thing" von Jonathan Harvey geht es am 9. Oktober um das Erwachsenwerden. Der 15-jährige Jamie lebt bei seiner Mutter in einem Wohnsilo irgendwo in London. Das unbekannte Prickeln, das neuerdings in seinem Körper tobt, macht ihn schon hilflos genug. Doch dann passiert etwas Außergewöhnliches: Auf der Flucht vor seinem sadistischen Vater kriecht der Nachbarsjunge Ste bei den beiden unter.

Der November wird auch im Mecklenburgischen Landestheater märchenhaft: am 7. November wird "Dornröschen" nach den Brüdern Grimm aufgeführt und am 27. November gibt es die Adventsgeschichten "Im Weihnachtszimmer".

In Kooperation mit "Die Theatermacher Hamburg“ zeigt das Mecklenburgische Landestheater Parchim "Der fröhliche Weinberg" von Carl Zuckermayer. In der turbulenten Komödie, soviel sei verraten, triumphieren das Lachen und die Liebe über die Widrigkeiten des Lebens. Premiere ist am 5. März 2011.

Knapp zwei Wochen später, am 17. März hat "Ich komma saufen" von Holger Schober Premiere. In dem Einmannstück führt der Charakter H. durch die Handlung, ein ehemaliger Alkoholiker, der doch immer alles unter Kontrolle hatte. Das Stück richtet sich vor allem an Jugendliche.

"Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist steht am 14. Mai zu ersten Mal auf dem Programm. In dem Lustspiel beschuldigt die Witwe Marthe Rull den Bauernsohn Ruprecht, einen Krug im Schlafgemach ihrer Tochter Eve zertrümmert zu haben. Vor Gericht kommen unangenehme Wahrzeiten zu Tage, für alle Beteiligten, den Richter eingeschlossen.

Die letzte Premiere ist "Klasse der Besten" von Melanie Gieschen am 24. Juni. Die Idee zu einem elitären Spiele-Nachmittag unter dem Motto „Persönlichkeitstraining“ verführen den 16-jährigen Kai und vier seiner Mitschüler zu einem Spiel mit dem Ego und mit Machtgefühlen, das sich schnell steigert und die Grenzen gegenseitigen Respekts überschreitet.


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