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Niederdeutsch an der Universität Rostock


Die Beschäftigung mit dem Niederdeutschen hat an der Universität Rostock eine jahrhundertelange Tradition, wie eine Vielzahl von bedeutenden Forschungsarbeiten zeigt, z.B.:

  • 1582 Nathan Chyträus: Nomenclator latinosaxonicus
  • 1704 Bernhard Raupach: De linguae Saxoniae inferioris neglectu atque contemtu injusto.
    Von der unbilligen Verachtung der plattdeutschen Sprache
  • 18. Jh. Ernst Johann Friedrich Mantzel: Idioticon Mecklenburgicum,
    Veröffentlichung alter niederdeutscher Texte mit Erläuterungen in "Etwas von gelehrten Rostockschen Sachen".
Nach der Gründung des Deutsch-Philologischen Seminars an der Universität Rostock im Jahre 1858, dem ersten Germanistischen Institut in Deutschland, wird die Erforschung des Niederdeutschen intensiviert. So beschäftigt sich Karl Bartsch unter anderem mit mecklenburgischen Sagenstoffen. Aus der Menge der vorgelegten Dissertationen zum Niederdeutschen sei eine kleine Auswahl erwähnt: 1869, Karl Nerger: Grammatik des mecklenburgischen Dialekts; 1886, Fr. Peters: Der Satzbau im Heliand; 1887, O. Küntzel: Künstlerische Elemente in der Dichtersprache des Heliand; 1890, H. Seltz: Der Versbau des Reineke Voss; 1912, W. Rust: John Brinckmans hoch- und niederdeutsche Dichtungen; 1918, P. Beckmann: Die Rostocker Mundart.

Bereits Ende des 19. Jh. bezieht R. Bechstein das Niederdeutsche (Sprache und Literatur) in seine Lehrveranstaltungen mit ein. Diese Tradition wird Anfang des 20. Jh. durch W. Golther fortgeführt.
Im Jahre 1920 wird an der Universität Rostock eine Professur für Niederdeutsche Philologie eingerichtet. Der erste Lehrstuhlinhaber, Hermann Teuchert, gründet 1926 in Kooperation mit Richard Wossidlo das Wörterbuchachiv für das großangelegte "Mecklenburgische Wörterbuch". 1937 erscheint die erste Lieferung des Wörterbuches.

Unter Hermann Teuchert findet eine kontinuierliche Forschung und Lehre zum Niederdeutschen statt. Seine Schwerpunktthemen liegen in der mecklenburgischen Sprachgeschichte, in der Erforschung der sprachlichen Relikte niederländischer Siedler des 12. und 13. Jh. sowie in der Arbeit für das Mecklenburgische Wörterbuch.
Nach Hermann Teuchert wird die Arbeit zum Niederdeutschen durch Hans Joachim Gernentz fortgeführt. Das besondere Forschungsinteresse von Hans Joachim Gernentz liegt in der hoch- und niederdeutschen Sprache und Literatur des Mittelalters sowie in der niederdeutschen Mundart und Literatur seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern.

Nachdem Hans Joachim Gernentz im Jahre 1983 emeritiert worden ist, wird das Niederdeutsche an der Universität Rostock insbesondere in sprachgeschichtlichen Lehrveranstaltungen sowie in Diplomarbeiten berücksichtigt.
Mit dem Wintersemester 1992/93 wurde wieder eine Professur "Niederdeutsche Philologie" eingerichtet. Schwerpunkt der Professur ist das Weiterführen der traditionellen Forschung zum Mittelniederdeutschen.
Die von diesem Lehrstuhl angebotenen Lehrveranstaltungen sind in alle Germanistikstudiengänge - Magister HF, NF (auslaufend), B.A./M.A., alle Lehrämter - integriert. Zudem sind einige der Niederdeutschveranstaltungen anrechenbar in den Studiengängen bzw. Studienmodulen "Sprachliche Kommunikation und Kommunikationsstörungen", "Vermittlungskompetenz", "studium generale", "Interdisziplinäre Studien". Das bedeutet auch, dass zum gesamten Spektrum der niederdeutschen Philologie (Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Mediävistik, Didaktik des Niederdeutschen) Themen für Seminararbeiten, Magisterarbeiten, Examensarbeiten und Dissertationen vergeben werden. Im B.A./M.A.-Studium kann das Modul "Niederdeutsch/Volkskunde" gewählt bzw. können Lehrveranstaltungen zum Niederdeutschen in anderen Modulen (entsprechend ihrer Thematik) angerechnet werden.

Prof. Dr. Irmtraud Rösler, Universität Rostock

   

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