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Georg Adolph Demmler

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geb.: 22.12.1804 in Berlin
gest.: 02.02.1886 in Schwerin

Georg Adolph Demmler ist der wohl bekannteste Schweriner Architekt. Zahlreiche seiner repräsentativen Bauten prägen noch heute das Stadtbild.

Demmler wurde 1804 in Berlin geboren. Von 1813 bis 1819 besuchte er das Gymnasium in Güstrow. Im Anschluss studierte er bis 1823 an der Berliner Bau- und Kunstakademie, wo er Schüler von Karl Friedrich Schinkel war. Aufgrund seiner Mitgliedschaft in einer geheimen Burschenschaft wurde er 1823 der Hochschule verwiesen. Demmler fand daraufhin eine Anstellung am mecklenburgischen Hof in Schwerin als Bauaufseher und Gehilfe des Oberlandesbaumeisters Wünsch. 1830 wurde er Lehrer für Handwerkslehrlinge an einer Schweriner Sonntagsschule. Im Jahr 1832 erfolgte die Ernennung zum Baumeister.

Seine Eltern hinterließen ihm nach ihrem Tod ein beträchtliches Vermögen, wodurch es ihm möglich war, in den Jahren 1832/ 33 Kunstreisen durch mehrere Städte wie Heidelberg, München und Frankfurt am Main zu unternehmen. 1833 heiratete Demmler Henriette Zickermann.

Der Architekt wurde 1835 zum Landbaumeister und 1837 zum Hofbaumeister ernannt. 1841 kam der Titel Hofbaurat hinzu.

Ab 1845 leitete Demmler den Umbau des Schweriner Schlosses, der erst 1857 seinen Abschluss fand. Es entstand ein Märchenschloss mit zahlreichen dekorativen Bauteilen.

Unter seiner Federführung entstanden der Marstall und das Arsenal, das Kollegiengebäude (die heutige Staatskanzlei) sowie die Fassade des Rathauses.

Demmler war auch ein politisch engagierter Mensch. Von den Schwerinern wurde er 1845 in den Bürgerausschuss gewählt und war von 1845 bis 1849 Mitglied des Schweriner Reformvereins.

Demmler trat 1850 in der Schweriner Bürgerschaft für das Staatsgrundgesetz ein. Aufgrund seines politischen Engagements wurde er 1851 aus den Diensten des Großherzogs entlassen. Danach verließ er Schwerin für einen mehrjährigen Auslandsaufenthalt. Er weilte in England, Schottland, Frankreich, Italien und der Schweiz und kehrte erst 1857 wieder nach zurück.

Demmler gehörte 1859 in Frankfurt am Main zu den Mitbegründern der Nationalversammlung.

1861 wurde er zum Vorsitzenden des mecklenburgischen Gewerbevereins gewählt.

Als 1868 die Deutsche Volkspartei ins Leben gerufen wurde, gehörte Demmler zu den Gründungsmitgliedern. Er kandidierte zweimal für den Deutschen Reichstag (1873 - 1874 und 1876) und zog 1876 für die Sozialdemokratische Arbeiterpartei in den Reichstag ein. Als 1878 das Sozialistengesetz erlassen wurde, schied Demmler aus dem politischen Leben aus.

Er starb 1886 in Schwerin und wurde in einer von ihm entworfenen Grabkapelle auf dem damals neuen Friedhof beigesetzt.

1914 erschien seine "Autobiographie eines großen Baumeisters".

Weiterführende Literatur:

Krempien, Margot: Schweriner Schlossbaumeister G.A. Demmler, 1804 - 1886, eine Biographie. Schwerin: Demmler-Verlag. 1991

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