Bund Niederdeutscher Autoren e.V.
| Ansprechpartner |
Wolfgang Mahnke (Vorsitzender) |
Der Bund Niederdeutscher Autoren (BNA) für Mecklenburg-Vorpommern und Uckermark wurde am 22. Februar 1990 gegründet.
Seit dem Jahre 2000 ist der freischaffende Niederdeutsch-Autor und Fritz-Reuter-Literatur-Preisträger Wolfgang Mahnke der Vorsitzende des BNA.
Im Statut des BNA heißt es unter anderem:
„Der Verein ist politisch und konfessionell unabhängig. Ziel ist die Bereicherung der plattdeutschen Literatur durch Werke seiner Mitglieder und die Pflege des niederdeutschen Sprachgutes. Der Verein unterstützt seine Mitglieder bei der Veröffentlichung von Arbeiten und gestattet die Herausgabe von Arbeiten im Eigenverlag. Der Verein strebt die Zusammenarbeit mit allen Institutionen an, die der Förderung und Pfelge plattdeutschen Sprachgutes entsprechen. Mitglied des Vereins kann jeder Bürger werden, der das 14. Lebensjahr vollendet hat und die bürgerliche Ehrenrechte besitzt, das Statut und seine Zielvorstellungen anerkennt und bereit ist die Arbeit des Vorstandes aktiv zu unterstützen. Die Mitgliederversammlungen des BNA finden jährlich in ausgewählten Orten Mecklenburg-Vorpommerns oder der Uckermark statt. Der Vorstand wird für die Dauer von vier Jahren gewählt und besteht aus dem Vorsitzenden und vier Mitgliedern. Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ des Vereins – Vorsitzender und Vorstand haben die Beschlüsse der Mitgliederversammlung durchzusetzen.“
Die Mitglieder des BNA sind in vier Arbeitsgruppen konzentriert: Schwerin, Rostock, Greifswald und Templin.
Der BNA ist Mitglied im Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern und hat unter anderem enge Beziehungen zur Fritz Reuter Gesellschaft, Neubrandenburg, John Brinkman Gesellschaft, Güstrow, und der Johannes Gillhoff Gesellschaft, Glaisin.
Eine besondere Leistung des Bundes Niederdeutscher Autoren ist die Herausgabe der Anthologie „Plattdütsch Blaumen“. Seit der Gründung des Vereins sind Bauk I bis Bauk VIII erschienen, d.h. circa alle zwei Jahre gibt der BNA einen neuen Band heraus. In „Plattdütsch Blaumen“ dürfen nur Mitglieder des BNA veröffentlichen. Die Herausgabe wird von zwei namhaften Lektoren begleitet.
Die Mitgliederzahl des BNA ist seit seiner Gründung ständig gestiegen, stagniert jedoch seit einigen Jahren. Die Mehrzahl der Mitglieder hat das 60. Lebenjahr überschritten.
Die Mitgliedschaft jüngerer Autoren ist deshalb sehr wünschenswert.
Die Aufnahmebedingungen sind unkompliziert.
Die Erfahrungen der besten Niederdeutsch-Autoren unseres Bundeslandes dürften für junge Plattschreiber eine enorme Starthilfe sein!
BNA-Autoren sind u.a. „Stammschreiber“ für „Voß un Haas“ Kalender, Hinstorff; „heimathefte“, Landesheimatverband; „Kikut“, Fritz-Reuter-Literaturmuseum; „Quickborn“, Hamburg und alle Tageszeitungen, die in Mecklenburg-Vorpommern erscheinen. Seit bestehen des BNA haben seine Mitglieder mit der Herausgabe von 49 in Plattdeutsch geschriebenen Büchern die Niederdeutsche Literatur erheblich bereichert. Etwa 150 Lesungen werden von BNA-Mitgliedern jährlich gestaltet. Besonders erwähnenswert ist dabei das Lesecafé während der Reuter-Festspiele in Stavenhagen, welches vom Bund Niederdeutscher Autoren und dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum organisiert wird.
Wenn Sei mihr Informationen hebben will´n orer gor oewer ein Mitglieschaft nahdenken, ropen´s an orer schicken´s ´n Breif orer ´n E-Mail. Dei BNA freugt sick up jeden Anrop orer Tauschrift.
Wolfgang Mahnke, Vörsitter BNA
20 Johr „Bund Niederdeutscher Autoren“ (BNA) för Mäkelborg-Vörpommern und dei Uckermark
In dat Archiv von´n unsen BNA stahn teigen Aktenordner, all proppenvull. In´n iersten, „Allgemeiner Schriftverkehr“ 1989-1992, is nahtauläsen, dat Gerhard Diekelmann ut Verchen all 1989 mit ’n poor namhafte Mäkelborgsche, Vörpom- mersche un Brandenborgsche Schriewerslüd Kuntakt upnahmen hett, üm för einen landeswieden, oewerregionalen Plattschriewer-Krink tau warben. Weck wullen nich mitmaken, oewer acht hebben tauseggt un dei hebben an’n 22. Februar 1990 denn’ „Bund Niederdeutscher Autoren“ e.V. gründ. Tau sien Johresversammlung, an’n 1. September 1990, up dei Burgwallinsel- Tätrow, kemen 22 Schriewerslüd. Dorbi wiern dunnmals all so’n bekannte Autoren as Ilse Kletzin (†) ut Ueckermünn, Günter Schmedemann ut Templin, Jürgen Pump ut Kirchdörp, Insel Peul, August Wulff (†) ut Grot Godems, Heinz Pantzier ut Rostock, Ilse Mühlbach (†) ut Bad Doberan orer Karl-Hermann Finck ut Laag. Dat Protokoll von disse Johresversammlung giwt uns Utkunft, weckern dei Mitglieder in ehren iersten Vörstand wählt hebben: Gerhard Diekelmann ut Verchen as Vörsitter, Heinz Vollmann (†) ut Dargun as Stellverträder un Schatzmeister un Ernst Grüttmüller (†) ut Niebramborg för Organisation. Erna Taege-Röhnisch (†) ut Templin, dei tau dei Gründungs-mitglieder von’n BNA hürte un ok up’n Burgwall mit an’n Disch set, würd as Ehrenvörsitter von denn’ Schriewerbund wählt. Beschlaten würd ok dei Satzung von’n BNA un sien Upgawen: „Die zukünftige Arbeit des Bundes muß sein, durch Kurzgeschichten, Gedichte und andere Prosa-Arbeiten in ‚Niederdeutsch‘ zur Bereicherung und Pflege der niederdeutschen Sprache beizutragen. Geplant ist später die Herausgabe einer Anthologie. Die Mitglieder des Bundes können aber selbständig Arbeiten veröffentlichen.“ Dormit wier dat Ziel in’t Og fat. Wenn ok bi dei späderen BNA-Johresversammlungen un alle vier Johr bi dei BNA-Wahlversammlungen wedder eins an’t Visier dreigt worden is, üm dei ein orer anner Sak bäder in’n Focus tau kriegen, dei Marschrichtung von 1990 is ümmer Grundsatz von’n BNA bläwen. Nu künn’n je denken, dat von dei Versammlung, dor up dat Eiland in’n Tätrowschen See, keinein wat mitkrägen hett. Nee, gew naug Lüd, dei von wüssten un mit ehr Grußadressen denn’ BNA ein gaud Taukunft wünschten. So ok Dr. A. Hückstädt, tau dei Tiet Direkter von’t Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stemhagen.
Dei Geschicht von’n BNA is dörch sien flietigen Mitglieder, Vörstänn un Vörsitter tau ein Erfolgsgeschicht worden. All 1991 set’ten dei Autoren ehren woll wichtigsten Beschluß, ein Anthologie ruttaugäwen, üm. Dei Anthologie kreg denn’ Namen „Plattdütsch Blaumen“ mit denn’ Unnertitel: „ut Meckel-borg/Vörpommern un de Uckermark“ un is intwüschen all nägen Mal von’n BNA fardigstellt worden. Utseihn un Qualität sünd von Bauk tau Bauk stägen.
Bi lütten stahn 1178 Sieden plattdütsche BNA-Literatur in’t Regal von männig-ein’n Plattläser. Uns’ Schriewerbund kann up sien Anthologie mit Recht stolt sin, denn alle twei Johr ein nieg Bauk rutgäwen, dat hett bether noch kein anner Plattdütsch Verein in Mäkelborg-Vörpommern fardig krägen! Sall oewer ok seggt warden, dat dat Kultusministerium in Schwerin unsen BNA dorbi ofteins bäten unner dei Arm gräpen hett. Dat Bauk X, tau’t Vereinsjubiläum, ward uns’ BNA 2011 rutgäwen. Dörch dei Anthologie is’t ok kamen, dat an denn’ Namen „Bund Niederdeutscher Autoren“ e.V. noch dei Binamen „für Mecklenburg-Vorpommern und die Uckermark“ anbammelt würd, üm klor tau maken, woher all sien Schriewerslüd kamen. In’t Johr 2000 müsst uns’ Ehrenmitglied, Gerhard Diekelmann, wieldat sien Gesundheit nich mihr mitspälte, denn’ Vörsitterposten afgäwen. Dei Mitglieder wählten dorför Wolfgang Mahnke ut Rostock, dei mit Dieter Lockenvitz ut Berlin as Stellverträder, Edeltraut Richter ut Trittelwitz as Schatzmeister, Heidelinde Wulff ut Rostock för’t Protokoll un Helmut Hillmann ut Uecker münn för’t Archiv, bet hüt dei BNA-Geschicke lenkt. Mit Wolfgang Mahnke, as Vörsitter, is ok dei Sitz von’n „Bund Niederdeutscher Autoren“ e.V. von Verchen, an’n Kummerowschen See, in dei Hansestadt Rostock verleggt worden.
Disse niege Vörstand hett mit väl Krasch up dei oll BNA-Grundmuer orrig ’n poor niege Stein sett. Hei hett mihr Autoren in’t Boot halt, dei „Plattdütsch Blaumen“ dörch Mitarbeit von Lektoren up’n Draff bröcht un dat Schipp mit ’n poor Lienen mihr, säker in’n Haben fastmakt. So’n Lienen gew dat all vörher tau’n Landesheimatverband M-V, dei sünd bäten upmöbelt worden. Anner orer niege sünd bispillswies knüppt worden tau: Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stemhagen, Fritz-Reuter-Gesellschaft in Niebramborg, John Brinckman Gesellschaft in Jürgensdörp Johannes-Gillhoff-Gesellschaft in Glaisin, Volkskulturinstitut in Rostock und tau all dei Redaktionen von Schriften un Bläder in uns’ Bundesland, dei Plattdütsche Texte drucken. BNA-Autoren sünd Stammschriewer för: „heimathefte“, „Quickborn“, „kikut“, „Voß un Haas-Klenner“, „Mecklenburg-Magazin“, „Norddeutsche Neueste Nachrichten“, „Ostseezeitung“, „Schweriner Volkszeitung“ un besonners denn’ „Nordkurier“, mit sien Plattdütschsieden „Dit & Dat“. Bi all dei groten Platt-Events in uns’ Bundesland sünd Schriewerslüd von’n unsen BNA mit bi. Dei „ReuterFest-spiele“ in Stemhagen tau’n Bispill orer „Norddeutsche Tage an der Elbe“ sünd ahn Mitwirkung von’n Autorenbund kum vörstellbor. Dortau kamen noch Johr för Johr landup, landaf, ca. 150 Läsungen, wenn BNA-Schriewer ut ehr bether 53 sülwst schräwen Bäuker wat vördragen. „Pflege der niederdeutschen Sprache“ heit för BNA-Mitglieder, näben väl anner Aktivitäten, oewer ok Mitarbeit in’n „Förderverein un Kuratorium Reutermuseen“, bi „Plattdütsch-Wettbewarbe in’e Schaul“ orer in’t Kultusministerium M-V, an’n Disch von’n „Niederdeutschbeirat“. Intwüschen kickt dei BNA ok orrig wat oewern Töllerrand un hett gaude Verbinnungen tau dei Plattspräker un Plattschriewer in uns’ Nahwerlänner. För dei väle Mäuh un flietige Arbeit hebben BNA-Mitglieder Priese un Utteik-nungen krägen. Babenan Ilse Mühlbach ut Bad Doberan, dei för ehr plattdütsches Läwenswark 2009 mit dat „Bundesverdienstkreuz“ utteikend würd. Denn’ „Fritz- Reuter-Literaturpreis“ kregen 2003 Wolfgang Mahnke ut Rostock un 2009 Heinz Pantzier ut Templin un denn’ „Johannes-Gillhoff-Literaturpreis“ kreg 2008 Karl-Heinz Madauss ut Parchen orer Pütt, as dei Plattdütschen seggen. Un bi denn’ Plattschriewer-Wettbewarb von’n Nurd-kurier, dei all nägen Mal utdragen worden is, wiern jed’ Johr BNA-Autoren unner dei Priesdräger, ick hoff doch, dat dat ok 2010 wedder so is.
Leiw BNA-Mitglieder, ick freug mi, dat wi’t schafft hebben, uns’ Satzung bet tau’n hütigen Dag mit Läwen uttaufüll’n un dat dei Nam „Bund Niederdeutscher Autoren“ bi väl Plattspräker un Plattläser ’n gauden Klang un ’n orrig Anseihn hett. Dat heit oewer nich, dat uns dei Schauh nich drücken daun. Uns fählen jungsche Schriewerslüd, un dormit hebben wi dat glieke Problem, wat väle Vereine in uns Bundesland plagt: Dei Öllersdörchschnitt is tau hoch. Ick will nu hüt bi uns’ Jubiläumtagung kein grot Lamento von’n Stapel laten, sonnern kort up dat tau spräken kamen, wat wi taukünftig daun möten, dormit uns’ Platt-dütsch Fahn wiederhen stolt an’n BNA-Mast weihn kann. Wi süll’n oewer uns’ nehgst grot Vörhebben, „Plattdütsch Blaumen“ 2011 ruttaugäwen, nich vergäten, dat
- wi ein Verjüngungskur för uns’ Mitglieder un denn’ Vörstand bruken,
- wi in’e Öffentlichkeit noch mihr präsent sin möten,
- wi up achten, nich blot Vertelles un Rimels tau schriewen, sonnern ok in uns’ Muddersprak Bericht erstatten,
- wi väl aktiver warden könn’n, wenn wi uns gägensietig helpen un wi mit uns’ Schriewerie blot bestahn könn’n, wenn wi mit dei Tiet gahn.
Leiw Gäst, leiw Mitglieder von unsen Schriewerbund, wi hebben 20 Johr lang denn’ plattdütschen Acker orrig bestellt un väle schöne „Plattdütsch Blaumen“ sünd up wussen. Klor, af un an wier ok ’n bäten Unkrut mit bi, man dat hürt bi so’n schwor Wark mittau. Ick wünsch Juch un mi, dat wi dei Hand nich so fix von’n Plaug nähmen, sünnern so, as in all dei Johren von 1990 bet hüt, äbendrächtig wiederackern!
Wolfgang Mahnke
Vörsitter BNA
Festansprak tau 20 Johr BNA, an’n 8. Mai 2010 in’t Fritz-Reuter-Literaturmuseum, Stemhagen
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